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am 29. August

GRÜNE decken auf: Kandidatur eines Rechtsradikalen auf FPÖ-Liste

Regina Petrik - Nach St. Andrä am Zicksee lässt auch ein Blick auf die Kandidatenliste der FPÖ Bruckneudorf/Kaisersteinbruch tief in die Geisteshaltung einiger blauer Ortsgruppen blicken.

Die GRÜNEN gingen einem Hinweis eines Bruckneudorfers nach und recherchierten zum Hintergrund eines weiteren FPÖ-Gemeinderatskandidaten. Auf Platz 14 findet sich dort Herr Walter Wolfgang, der sich durch seine Aktivitäten und Äußerungen ohne Zweifel als Rechtsradikaler outet. Walter Wolfgang ist dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands bekannt, über ihn gibt es einen Eintrag auf dem Blog der „Antifaschistischen Recherche Graz“ und die Plattform stopptdierechten.at verfügt über eine einschlägige Expertise zu dem FPÖ-Kandidaten.

So verkündete Wolfgang im September 2015, eine Revolution zu planen, um die „jetzige Regierung zu stürzen“. Im Oktober und im November 2015 nahm er bei Runden Tischen der PDV („Partei des Volkes“) teil und fungierte in der Folge als Organisator und Ordner bei Kundgebungen der PDV. Auf Facebook solidarisierte er sich mit einem SS-Soldaten, zu dessen Foto der Schriftzug „Unsere Väter waren keine Verbrecher“ zu lesen ist. Der Kandidat der FPÖ posierte auch gerne mit Sturmgewehr, trägt seine Leidenschaft für die Rechts-Rockband „Böhse Onkelz“ zur Schau und agiert Seite an Seite mit den Identitären und der Pegida. Wolfgang selbst distanzierte sich zwar einmal verbal in einem Posting von der PDV, macht aber an anderer Stelle Werbung für dieselbe und ruft zur Vereinigung von Österreich und Deutschland auf.

„Und von all dem will die Bezirkspartei der FPÖ wieder einmal nichts gewusst haben?“, wundert sich Regina Petrik, Landessprecherin der GRÜNEN. „Warum lässt die FPÖ solche Leute auf ihren Listen kandidieren? Auch die SPÖ Burgenland findet an derart gestalteten Kandidaturen anscheinend keinen Anstoß. Man vernimmt keinerlei kritischen Kommentar und die Landespartei achtet wohl darauf, dass sich ihre vereinzelten antifaschistischen Funktionäre in den Gemeinden ruhig verhalten. Antifaschismus war in der SPÖ gestern. Heute ist rot-blau angesagt. Mittlerweile sind die GRÜNEN im burgenländischen Landtag die einzige Fraktion, die eine klare antifaschistische Haltung zeigt. Und davon werden wir auch nicht abgehen.“

Quellen: