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am 31. Oktober

Kogler und Petrik rühren um

Die Redaktion - Unter dem Motto „Politik am Kochtopf“ plauderte Werner Kogler, Bundessprecher der GRÜNEN, mit der burgenländischen Landessprecherin Regina Petrik über die Zutaten der grünen Politik der Zukunft. Gekocht wurde in der Pannonischen Tafel in Eisenstadt nach dem Prinzip „taste the waste“ aus Lebensmitteln, die von Supermärkten aus dem Verkauf genommen worden waren.

Die Pannonische Tafel in Eisenstadt ist auch Begegnungs- und Stützpunkt für Menschen, die in Armut leben oder davon betroffen sind. „Die Menschen, die zu uns kommen, werden von der Politik im Burgenland oft übersehen“, erzählt Andrea Roschek von ihren Erfahrungen. „Die Zahl der Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, wächst zur Zeit stark an.“
Das bereitet auch Werner Kogler Sorge und übt dabei Kritik an der Bundesregierung: „Die soziale Auseinander-Entwicklung in Österreich, einem der reichsten Ländern Europas und der Welt ist besorgniserregend. Bei vielen türkisblauen Neuregelungen und Maßnahmen gewinnt man den Eindruck, dass für die Kurz-Regierung der soziale Zusammenhalt kein Anliegen ist. Um oftmals billige Populismuspunkte zu machen – wie bei der Kürzung der Mindestsicherung-, wird in Kauf genommen, dass die Kinderarmut in Österreich massiv erhöht werden könnte.“​

Werner Kogler und Regina Petrik beim Umrühren für einen guten Zweck.

Während die bunten Zutaten fleißig im Kochtopf gerührt werden – es soll ja nichts anbrennen – konfrontiert Regina Petrik ihren Parteichef mit Rückmeldungen und Reflexionen aus den offenen Gesprächsrunden im Burgenland, die seit der Nationalratswahl stattgefunden haben. Auf die inhaltlichen Schwerpunkt angesprochen, ist Werner Kogler überzeugt: „Die ökologischen Fragen müssen bei uns im Vordergrund stehen. Die müssen schon wir herbringen, weil es tut sonst niemand.“​

„Mit Sicherheit braucht es einen neuen europäischen Zusammenhalt gegen alte Nationalisten und neue Rechtsextreme.“
Werner Kogler, Bundessprecher

Kogler will sich in den nächsten Jahren auch auf Europaebene verstärkt engagieren, denn die Auseinandersetzung für ein ökologisches, demokratisches und soziales Europa sei dringender und notwendiger denn je. „Und ja, weil es um Lebens- und Überlebensfragen der Menschen geht wird es auch wieder radikaler gegen Konzern- und Lobbyinteressen gehen“, kündigt er bereits eine erste Marschroute für die EU-Wahl im Mai 2019 an. „Und mit Sicherheit braucht es einen neuen europäischen Zusammenhalt gegen alte Nationalisten und neue Rechtsextreme. Denn mittlerweile steht Vieles auf dem Spiel, was Europa ausmacht und uns wichtig ist: Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Menschenwürde.  Und es gilt: Wer Europa liebt, muss die Union verändern wollen!“

Das fertige Gericht, ein Gemüsecurry mit Reis, wurde mit den Gästen im Wohnzimmer der Pannonischen Tafel geteilt. Von Tisch zu Tisch wandernd konnten alle ihre Gedanken und Anliegen persönlich mit Werner Kogler und Regina Petrik diskutieren.