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am 26. Jänner

Krankenhaus Oberwart - Management by Chaos

Wolfgang Spitzmüller - Zunächst war klar, das alte Spital wird saniert, 8 Mio. wurden in die Planung investiert. Dann war klar, nein es kommt ein Neubau und er wird sicher nicht mehr als 160 Mio. kosten. Jetzt gibt es einen kompletten Neustart und klar ist gar nichts.

Vorspann

Seit vielen Jahren gilt das alte Krankenhaus Oberwart als zu alt, zu klein, zu desolat.
2008 entscheidet man sich unter Landesrat Rezar für eine große Sanierung.
2011 ​Baustart geplant​, Fertigstellung 2016, Kosten 80 Mio.
2011 wird klar, dass die Sanierung mindestens 97 Mio. benötigen wird.
Nachdem der Baubeginn für die Sanierung vier Mal verschoben wurde, erfolgt
​2013 der Bau- und Planungstopp, sowie die Absage der Sanierung.
​2014 nach 7 Jahren und 8 Mio. Planungskosten beschließt die Landesregierung den Neubau -
130 Mio. soll er kosten.
2015 Landesrat Darabos garantiert, dass der Neubau nicht mehr als 150 Mio. kosten wird.
2018 Neustart unter dem neuen Landesrat Doskozil, er meint, dass 150 Mio wohl nicht reichen werden.

„Bei einem Bauvorhaben dieser Größe haben sich die SteuerzahlerInnen wohl höchste Professionalität zu erwarten. In Wahrheit geschieht eher Management by Chaos, zum Schaden von PatientInnen, Personal und SteuerzahlerInnen.“
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter

Nicht von ungefähr haben die GRÜNEN Burgenland, gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien den Bundesrechnungshof mit einer Überprüfung der Vorkommnisse seit 2008 beauftragt. Dieser hat vor kurzem die Prüfung eingeleitet. Landesrat Doskozil, der erst seit Dezember im Amt ist und eigentlich v.a. für die Finazen des Landes zuständig ist, hat bereits Anfang des Jahres die Zuständigkeit der Krankenhäuser von seinem Parteikollegen Darabos übernommen.

In einer Betriebsversammlung des Krankenhauses am 24. Jänner gab Landesrat Doskozil bekannt, dass der Neubau in einem größeren Zusammenhang gesehen werden muss. Er veranlasst einen Neustart für die Planung und wird die Gespräche mit dem zuständigen steirischen Kollegen wieder aufnehmen. Weiters stellt er die Baukosten von 150 Mio. in Frage und geht davon aus, dass es teurer wird. Damit widerspricht er Landesrat Darabos (ebenfalls SPÖ) gleich dreifach.

„Für uns GRÜNE ist klar, dass über die Landesgrenzen hinweg zusammengearbeitet werden muss. Aber für uns ist auch klar, dass der Neustart der Planung auch die Standortfrage betreffen muss.“
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter

Standortfrage

Der aktuelle Standort ist für die AnrainerInnen schon jetzt eine Zumutung, die Verkehrsbelastung enorm. Beim Neubau des Spitales ist zudem ein Logistikzentrum geplant, also auch zusätzlicher Verkehr. Nach Ansicht der GRÜNEN wäre ein Standort ausserhalb von Siedlungsgebiet, im Bereich der Umfahrung Richtung Pinkafeld zu bevorzugen. Zudem ist ein Anschluss an den öffentlichen Verkehr (Buslinie G1, Bahn) unbedingt notwendig.