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am 12. Jänner

Für ein glyphosatfreies Burgenland

Wolfgang Spitzmüller - Nach dem Vorstoß der GRÜNEN, per Beschluss im Landtag ein landesweites Glyphosatverbot zu erwirken, schlossen sich SPÖ und FPÖ an, sodass ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag in der kommenden Landtagssitzung behandelt und beschlossen werden kann.

Seit mehreren Jahren leisten die GRÜNEN in dieser Frage gemeinsam mit NGOs wie Greenpeace und GLOBAL 2000 in Öserreich und in ganz Europa Überzeugungsarbeit. Im Burgenland war es auf Regierungsebene Umweltlandesrätin Astrid Eisenkopf, die die Dringlichkeit des Themas als erste ernst genommen hat. Sie hatte im Juni vergangenen Jahres auf Betreiben der sechs LandesumweltreferentInnen der GRÜNEN im Rahmen der UmweltreferentInnenkonferenz einen Beschluss mitgetragen, in dem der damalige Bundesminister Rupprechter aufgefordert wurde, sich für ein Verbot dieses Pflanzenschutzmittels einzusetzen. Nun liegt der Ball bei der neuen Umweltministerin Elisabeth Köstinger. Wenn auf Bundesebene trotz Zusage der Regierung in dieser Sache nichts oder es zu langsam weitergeht, wird das Land Burgenland Maßnahmen setzen, um den Wirkstoff Glyphosat landesweit zu verbieten. Darauf haben sich GRÜNE, SPÖ und FPÖ am Dienstag dieser Woche geeinigt.

„Glyphosat ist Gift für Gesundheit für Umwelt. Deshalb ist ein Verbot im Burgenland besonders wichtig.“
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter

Wir erwarten, dass sich mächtige Teile der Agrarindustrie gegen ein Totalverbot von Glyphosat aufbäumen werden. Das wird noch eine große Herausforderung, denn Konzerne wie Monsanto beherrschen die Agrarindustrie und haben die eigene Gewinnmaximierung und nicht die Gesundheit der Menschen als Ziel. Dass solche Herausforderungen zu meistern sind, haben wir schon beim Problem der gentechnisch veränderten Futtermitteln gesehen. Auch da ist Österreich schon einmal mutig vorangeschritten. Beide – Glyphosat und Gentechnik – stehen für eine Form der Landwirtschaft, die Umwelt und Gesundheit schädigt und Bäuerinnen und Bauern von der Chemieindustrie abhängig macht. Darum ist ein glyphosatfreies Burgenland auch eine Rückenstärkung für die kleinbäuerliche, regionale Landwirtschaft, für die es bereits bewährte Mittel als Ersatz für diese und andere Chemiekeulen gibt. Dafür werden wir weiter kämpfen -  nach unseren Plänen in Zukunft auch in der Landwirtschaftskammer. 2018 werden erstmals im Burgenland GRÜNE Bäuerinnen und Bauern bei der Landwirtschaftskammerwahl kandidieren.​