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am 9. Oktober

Tausende Zuchtenten zum Abschuss ausgesetzt

Wolfgang Spitzmüller - GRÜNE und Verein gegen Tierfabriken (VGT) fordern einen Stopp dieser „Jagd“-Praxis. Auch heuer wurden wieder tausende Zuchtenten zur Jagd im Burgenland ausgesetzt. Sie werden einzig für den Abschuss ausgesetzt und in einer Treibjagd mit Hunden aufgescheucht um sie dann im Flug abzuknallen.

„Das Aussetzen und Abknallen von Zuchtenten ist einerseits Tierquälerei, andererseits ein Vergehen gegen Umwelt- und Naturschutz.“
Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter

​Laut Burgenländischem Naturschutzgesetz (§ 17Aussetzen von Pflanzen und Tieren) bedarf es für das Aussetzen einer Genehmigung. Im vorliegenden Fall kann aber dem Gesetz nach gar keine Genehmigung erfolgt sein, weil das Aussetzen zum Beispiel zur Bestandssicherung möglich ist, keinesfalls aber zu Jagdzwecken. Spitzmüller will nun in einer Anfrage von Landesrätin Eisenkopf (Naturschutz) wissen, ob eine Genehmigung erteilt wurde und wie diese begründet ist.​

​Der Verein gegen Tierfabriken dokumentiert Jahr für Jahr diese Praxis und reicht Anzeigen ein, bisher ohne Erfolg.​

„Laut dem österreichischen Tierschutzgesetz 2017 dürfen in Gefangenschaft gezüchtete Tiere, die in freier Natur nicht überlebensfähig sind, nicht ausgesetzt werden. Die Enten waren nicht flugfähig als sie ausgesetzt wurden.“
Dr. Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT)

Die Grünen fordern ein aktives Vorgehen gegen diese Praxis, auch da nicht geklärt ist welche Auswirkungen diese Masse an Tieren konkret für die regionale Pflanzen- und Tierwelt hat. „Alleine die Menge an Kot, der ja gleichzeitig als Dünger wirkt, kann das Biosystem in dem Gebiet stark beeinflussen,“ meint Spitzmüller

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