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am 9. Oktober

Weltklimarat drängt zum Handeln

Regina Petrik - In seinem Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel fordert der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), der Weltklimarat der Vereinten Nationen, einen zügigen Umbau der gesamten Wirtschaft. Denn eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau sei nur durch schnelles und weitreichendes Handeln möglich.

„Mit allgemeinen Willensbekundungen und Ermahnungen werden wir die Welt nicht vor dem zerstörerischen Klimawandel retten“, drängt Petrik zu wirksamen politischen Maßnahmen. „Der Weltklimarat macht unmissverständlich klar, dass der CO2-Ausstoß massiv gesenkt werden muss. Wir brauchen daher dringend ein radikales Umdenken in der Agrar- und in der Verkehrspolitik und eine neue grüne Ökonomie mit einem Ende der kapitalistisch orientierten Überproduktion.“ Die GRÜNEN hätten schon länger ein Programm zur verlässlichen Senkung des CO2-Ausstoßes, erinnert Petrik.

„Wir müssen den Mut haben, radikale Lösungen anzugehen, wenn wir unseren Nachfahren die Lebensgrundlagen auf der Erde erhalten wollen. Das ist unsere Verantwortung in der Politik“
Regina Petrik, Landessprecherin

Die GRÜNEN hätten schon länger ein Programm zur verlässlichen Senkung des CO2-Ausstoßes, erinnert Petrik. Sie hofft, angesichts der offensichtlichen Dringlichkeit nun mehr Gehör zu finden, gerade auch im Burgenland:

  • ​Die Energieversorgung muss auf 100 Prozent Erneuerbare umgestellt werden, da dürfe sich das Burgenland nicht auf den Lorbeeren der Stromautarkie ausruhen. 
  • ​Subventionen für fossile Energieträger müssen gänzlich eingestellt werden. 
  • ​Autos mit Diesel- oder Benzinantrieb dürften spätestens ab 2030 nicht mehr neu zugelassen werden. 
  • ​Der Umstieg auf 100% Biolandwirtschaft im Burgenland muss in eine Umsetzungsphase kommen. 
  • ​Die stark fortschreitende Bodenversiegelung muss gestoppt werden. 
  • ​Gebäude müssen nach klar definierten Energieeffizienz-Kriterien gestaltet werden. 
  • ​Mehr Mut zur klimafreundlichen Gestaltung des Verkehrs.

„Vor allem bei der Reduktion der CO2-Belastung durch Verkehr ist die Gestaltungsmöglichkeit groß“, ist Petrik überzeugt. „Ein bisschen langsamer fahren, Dieselautos schrittweise aus dem Verkehr ziehen, stark verschmutzende Autotypen deutlich höher besteuern als emissionsarme, Fahrgemeinschaften fördern, der flächendeckende Ausbau des öffentlichen Verkehrs und vor allem die Verlagerung des Güterverkehrs auf der Schiene - all das kann man machen, wenn man will. Wir GRÜNE wollen das, viele NGOs arbeiten seit Jahren daran, jetzt muss noch mehr Druck aus der Bevölkerung kommen, damit auch die anderen Parteien aufwachen und sich den wirklich wichtigen Entscheidungen widmen.“