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Eine Kampagne, damit die Erde keine Bratpfanne wird

Die menschengemachte Klimakrise führt zu Hitzewellen und Dürreperioden. Wir müssen handeln, damit unser Boden und in der Folge Menschen und Tiere nicht austrocknen. Mit ihrer Sommerkampagne zu Trockenheit und Wasserknappheit informieren die GRÜNEN Burgenland über Ursachen der Austrocknung unsere Böden und die Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft auf. Die Kampagne ermuntert zu sensiblem Umgang mit unserem hochwertigen Trinkwasser und zeigt politische Handlungsmöglichkeit auf, der Erderhitzung etwas entgegen zu setzen – konkret und vor Ort.

Liebe im burgenland lebende Menschen,​

Noch ist die Erde keine Bratpfanne, aber sie ist auf dem besten Weg dorthin. Ein Hitzerekord jagt den nächsten. Hinzu kommt übers Jahr gerechnet nur noch halb so viel Regen. Die Folgen sind fatal, auch für die Landwirtschaft, die ihre Felder mit unserem Trinkwasser bewässert. Sie sind dramatisch für viele Pflanzenarten, die Schädlingen hilflos ausgeliefert sind oder einfach verdursten. Sie sind verheerend für die Gesundheit der Tiere und Menschen, die sich mit immer größerem Aufwand gegen die Hitze technisch aufrüsten.​

Gegen die Hitze können wir einiges tun. Wir können den Boden schützen, damit er der Hitze besser standhalten kann. Wir können die Fassaden begrünen und damit natürliche Klimaanlagen schaffen. Wir können unser Wasser bestmöglich schützen, sodass wir nicht schon bald kostbares Trinkwasser rationieren müssen. Und wir müssen endlich der Bodenversiegelung einen Riegel vorschieben. Diese heizt das Mikroklima auf und verweigert Boden und Grundwasser wertvollen Regen. Als GRÜNE werden wir hier mit konkreten Vorschlägen und Initiativen weiter Druck auf Landes- und Gemeindeebene machen. Denn die richtigen Hebel müssen schnell und konsequent gesetzt werden.​

Wir wollen:

  • Einen Stopp der Bodenversiegelung im Raumplanungsgesetz verankern.
  • Klimaschutz- und Bodenschutzbeauftragte in den Gemeinderäten.
  • Die Anschaffung von Zisternen zur Regenwassernutzung fördern.
  • Fassaden- und Flächenbegrünung in der Gemeinde etablieren.
  • Anpassungsstrategien an die Trockenheit für die Landwirtschaft und den Tourismus  -  vor allem rund um den Neusiedler See - entwickeln.
  • Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes im Verkehr umsetzen.​

Jede und jeder kann auch selbst etwas dazu beitragen, dass die Erde keine Bratpfanne wird. Die nächsten Seiten geben dazu einige Tipps. Unsere Erde ist durstig und wir müssen zusammenhalten und zusammenarbeiten, um ihren Durst zu löschen.

Dass uns das gemeinsam gelingen möge, wünscht​​

Regina Petrik
Landessprecherin, Die GRÜNEN Burgenland
Juli 2020​

Wasser​


Lange Trockenperioden, wechseln vermehrt mit Wetterphasen die eine Unmenge an Regen bringen. In Zukunft wird es wichtig sein diese Phasen auszugleichen und bewusster mit Wasser umzugehen. Wasser kommt eben nicht einfach aus dem Wasserhahn.​

Was die Gemeinde tun kann:

  • Ortsbepflanzungen: genügsame Stauden
  • Weniger Bodenversiegelung, damit Regenwasser versickern kann

​​Was man selbst tun kann:

  • Regenwassernutzung oder Brauchwasser-Recycling
  • Duschköpfe mit Wassersparfunktion​

Hitze


Zehn Hitzetage waren bisher der Schnitt im Burgenland, bereits aktuell und v.a. zukünftig ist mit einer Verdoppelung und mehr zu rechnen. Auch Tropennächte werden mehr. Hitze ist ein großes Gesundheitsproblem.​

Was die Gemeinde tun kann:

  • Bäume, Sträucher und Wiesen vermehren, sie schaffen Verdunstung und dadurch Kühlung.
  • Parkplätze mit Photovoltaik-Dächern beschatten.

Was man selbst tun kann:

  • Beschattung schaffen, unbeschattete Fensterflächen wirken wie Heizstrahler.
  • Grünraum und Bäume als coole Zonen fordern und nutzen​.

Boden


Bodenversiegelung erhöht das Problem Hitze, weil Asphalt und Beton als Hitzespeicher wirken. Im Gegensatz zu natürlichem Boden, der v.a. über die Verdunstung zur Kühlung beiträgt. Jeder m² mehr Asphalt und Beton bedeutet mehr Hitze und Trockenheit.​

Vor allem Bäume sind wahre Klimaanlagen, sie können die Umgebungstemperatur um bis zu 7 Grad senken (je nach Größe und Baumart), was wir aber wie 10 Grad wahrnehmen.​

Was die Gemeinde tun kann:

  • Schutz besonders wertvoller Flächen (landwirtschaftlicher Vorrangflächen), wie am Beispiel der Schweiz, wo die produktivsten Landwirtschaftsböden für die Ernährungssicherung der Bevölkerung gesetzlich vor Verbauung geschützt sind.
  • Vermehrtes Bauen in die Höhe und in die Tiefe.
  • Ausbau des öffentlichen Verkehrs, da dieser weniger Flächen in Anspruch nimmt.​