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am 2. September

GRÜNER Appell: Burgenland soll Kinder aus griechischen Lagern aufnehmen

Die Redaktion - Reimon hofft auf Unterstützung durch die Bundesländer

Der Wiener Landtag hat beschlossen, 100 Flüchtlingskinder aus den fürchterlichen Lagern der griechischen Inseln in Wien unterbringen zu wollen. Umgerechnet aufs Burgenland wären das 16 Kinder und Jugendliche, rechnen die GRÜNEN vor und fordern, dem Wiener Landtag zu folgen. "Wir haben einen Antrag im Landtag eingebracht, dass sich auch das Burgenland bei der Bundesregierung für eine freiwillige Aufnahme von Minderjährigen aus den griechischen Lagern einsetzt", erklärt die GRÜNE Klubobfrau Regina Petrik. Es gehe um Lebenschancen für einige Kinder und Familien. Es gäbe dafür im Burgenland genügend Platz, etwa im Kinderdorf und sozialen Wohngemeinschaften. Und es haben sich bereits Menschen gemeldet, die privat helfen und sogar Wohnraum zur Verfügung stellen wollen.

Reimon hofft auf Unterstützung durch die Bundesländer

Der GRÜNE Nationalratsabgeordnete Michel Reimon hofft auf breite Unterstützung durch die Bundesländer, um den Koalitionspartner ÖVP doch noch zu überzeugen: "Im Nationalrat tut die SPÖ alles – und das ist gut so - um da Druck zu machen und sich soldarisch mit den geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu zeigen. Ich würde mir eine breite Unterstützung für eine humanitäre Politik gegebenüber diesen Kindern auch aus dem Burgenland wünschen. Das würde uns im Bund sehr helfen", wünscht sich Reimon.

Solidarität als Grenzland mit Griechenland

Als Grenzland müsste das Burgenland am besten verstehen, wie sich Griechenland derzeit fühlt. "Umgelegt auf europäische Verhältnisse sind wir wie Griechenland ein sehr kleines und ökonomisch nicht starkes Bundesland mit mehreren Grenzen. Wir würden ebenfalls Solidarität von den restlichen Bundesländern einfordern, wären wir in dieser Situation. Als Burgenländer finde ich, dürfen wir die Griechen nicht alleine lassen und müssen ihnen unter die Arme greifen", fordert Reimon.

​Rechtsstaatlichkeit ist gegeben

Es fehlt nur der poltitische Wille für die freiwillige Aufnahme, denn die  Rechtsstaatlichkeit sei auch jetzt schon gegeben, finden die GRÜNEN. Es gäbe gleich mehrere Ansätze, um freiwillig Kinder und Jugendliche von den furchtbaren Zuständen in Griechenland zu befreien. "Die Vertriebenverordnung, das Asylgesetz und die Grundrechtscharta der Vereinten Nationen bieten genügend rechtlichen Rahmen dafür. Ich werde versuchen, die Zweifel unseres Landeshauptmanns zu zerstreuen und auch alle SPÖ-Abgeordneten kontaktieren, damit wir dem Beispiel Wiens folgen können", bleibt die Klubobfrau optimistisch._

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