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am 9. Oktober

Lebensraum vernichtet: GRÜNE fordern Baustopp am Windener Hotter

Die Redaktion - Windener Bürgermeister gefährdet Klimaziele und bedrohte Tiere

Mitten im UNESCO-Welterbe in Winden am See lässt SPÖ-Bürgermeister Erwin Preiner auf Güterwegen Asphaltbruch aufbringen und gefährdet bedrohte Tiere wie Ziesel, Smaragdeidechse und seltene Schmetterlingsarten. Letzte Woche wurde ein Güterweg am Windener Hotter – oberhalb des Wander-Bertoni-Freilichtmuseums -  beträchtlich verbreitert und mit sogenanntem Asphaltbruch, einem Abfallprodukt aus dem Straßenbau, permanent versiegelt.
"Wir haben dort zerkleinerte Metalldosen mit fragwürdigen Rückständen, Plastikrohre, Fliesenstücke und Kunststoffteile gefunden. Das alles in einem sensiblen Ökosystem", zeigt sich die GRÜNE Gemeinderätin Margit Paul-Kientzl alarmiert und fordert einen sofortigen Stopp aller Arbeiten auf dem Windener Hotter, eine Begutachtung durch ein amtliches Naturschutzorgan und eine transparente, öffentliche Diskussion über Hochwasserschutzmaßnahmen im UNESCO-Welterbe.​

Billigste Lösung gegen Hochwasser löst kein Problem
Bürgermeister Preiner, der diese Asphaltierungsmaßnahme ohne Abstimmung im Gemeinderat, angeordnet hat, nennt den Hochwasserschutz als Grund. Für die GRÜNE ist jedoch die von Preiner im Alleingang durchgesetzte Variante die Schlechteste: "Jetzt baut der Bürgermeister dem nächsten Starkregen aus dem Leithagebirge eine Autobahn hinunter". Es gäbe viele andere, nachhaltige Alternativen, darunter Rückhaltebecken, ist Paul-Kientzl überzeugt und verweist auch auf einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss von 2019 zum Klimaschutz, gegen den der Bürgermeister gerade verstößt.​

Petrik fordert Ende der klimaschädlichen Retro-Politik
Nach Verkehrsemissionen ist die Bodenversiegelung der schlimmste Klimakiller im Burgenland. Für die GRÜNE Landessprecherin Regina Petrik steht Preiner für gefährliche Retro-Politik. "Diese Art der Bodenversiegelung muss endlich der Vergangenheit angehören. Asphalt – und schon gar nicht minderwertiger Asphaltbruch – gehören auf die Sonderdeponie und nicht ins Naturschutzgebiet. Wasser kann nicht in die Erde sickern, die Artenvielfalt geht verloren und rund um die versiegelte Fläche erhitzt sich die Luft. Der Bürgermeister soll im Dialog nach klima- und naturfreundlichen Alternativen suchen ", fasst Petrik zusammen.​​